Ernährung

Mit Diabetes verbindet man oft eine lebenslange Diät, strengen Verzicht und strikte Enthaltsamkeit. Diese Position ist längst überholt! Freude am Essen und eine der Krankheit angemessene Ernährung sind nach neueren Erkenntnissen der Diabetes-Therapie keine Widersprüche mehr.

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FAQ

Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Kinder und Ernährung? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.

 
  • Wie bekomme ich mein Kind dazu, Gemüse zu mögen?

    Mein Kind lehnt Gemüse meistens leider ab. Was kann ich tun, um es ihm schmackhafter zu machen? Schließlich ist doch Gemüse wichtig für eine ausgewogene Ernährung!

    • Bieten Sie einen Dip an, in den Möhren, Paprika, Gurken, Tomaten, Kohlrabi oder Eisbergsalat eingetunkt werden können.
    • Sorgen Sie für Abwechslung beim Gemüseangebot.
    • Unbeliebte Gemüsesorten können Sie fein püriert in Kartoffelpuffer, Suppen oder Aufläufe "mogeln" oder mit einer leckeren Sauce aufwerten.
    • Dekorieren Sie den Teller lustig mit Gemüse. Ihr Kind wird so viel lieber zu Gemüse greifen!

  • Sind Süßstoffe für Kinder bedenklicher als für Erwachsene?

    Süßstoffe haben nicht den besten Ruf. Sollten zumindest Kinder auf den Konsum von Süßstoffen verzichten?

    Süßstoffe sind zum Einsatz in Kinderernährung grundsätzlich geeignet. Jedoch sollte eine Gewöhnung der Kinder an einen übermäßig süßen Geschmack vermieden werden. Dies hat ernährungspädagogische Gründe. Das Verlangen nach süßem Geschmack ist uns allen angeboren. Kinder sollten jedoch so früh wie möglich lernen, mit der natürlichen Süße von Lebensmitteln, z.B. der von Obst, auszukommen und mit Süßigkeiten maßvoll umzugehen. Durch die Verwendung von Süßstoffen können sich Kinder, ebenso wie durch Zucker, zu sehr an die Geschmacksrichtung "süß" gewöhnen.

  • Macht Kaugummi schlau?

    Die These, dass Kaugummi kauen schlau macht oder zumindest das Gehirn aktiviert, hört man immer wieder. Was ist da dran?

    Eine wissenschaftliche Studie hat bewiesen, dass durch permanentes Kauen die Kaumuskulatur und damit der gesamte Denkbereich gut durchblutet wird. Ein durchblutetes Gehirn ist auch leistungsfähiger. Das heißt nicht, dass Kaugummi kauen schlau macht, es könnte aber die Denkfähigkeit erleichtern und die Konzentration fördern.

  • Beeinträchtigt eine Diät in der Pubertät das Längenwachstum?

    Wenn ich in der Pubertät eine Diät mache, ist dadurch die normale Entwicklung meiner Körpergröße beeinträchtigt?

    Die Körpergröße ist in der Erbsubstanz festgelegt und nur wenn jemand auf Dauer nicht genügend Nahrung bekommt, wie dies z.B. bei einer Magersucht der Fall ist, kann das Wachstum eingeschränkt sein. Das Wachstum ist etwa mit 18-20 Jahren abgeschlossen. Gerade mit 14-16 Jahren wachsen viele Jugendliche noch einmal kräftig. Dadurch streckt sich der Körper und man erscheint dünner. Mit einer abwechslungsreichen und kalorienangepassten Ernährung kann man dafür sorgen, dass der Körper alle benötigten Nährstoffe ausreichend erhält. Das heißt auf jeden Fall nicht auf Kohlenhydrate in Form von Gemüse, Obst, Getreideprodukte (dabei sind Vollkornprodukte sehr wichtig) etc. verzichten. Einseitige Diäten führen zu mehr Heißhungerattacken (und damit oft zu noch mehr Pfunden als vorher) und gesundheitlichen Problemen.

  • Ist das Naschen von rohem Kuchenteig schädlich?

    Kuchenteig im rohen Zustand gehört seit jeher zu den Lieblingssüßigkeiten von Kindern. Eltern unterbinden das oft mit dem Verweis auf seine Unbekömmlichkeit. Zurecht?

    Der Verzehr von rohem Teig kann zu Unbekömmlichkeiten wie zum Beispiel Völlegefühl oder Blähungen führen. Dies gilt natürlich insbesondere bei größeren Mengen. Außerdem besteht dabei die Gefahr einer Salmonelleninfektion. Letzteres gilt auch für Teige ohne Back- oder Triebmittel. Beim Plätzchen- oder Kuchenbacken können Salmonellen mit den Eiern in den Teig gelangen und sich dort vermehren. Salmonelleninfektionen sind in erster Linie unangenehme Durchfallerkrankungen, häufig auch mit Erbrechen und Kopfschmerzen. Daher empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Teig nicht roh zu verzehren. Dies gilt insbesondere für Kinder, da diese besonders empfindlich sind.

  • Woran erkennt man eine Essstörung?

    Über Essstörungen wird viel geschrieben, Magersucht oder auch Bulimie sind ein ständiges Thema in den Medien. Aber woran erkannt man diese Erkrankungen konkret?

    Am zwanghaften Verlangen, zum Beispiel Unmengen zu essen, sich "nicht mehr im Griff" zu haben. Aber diese Zwanghaftigkeit kann auch beim Hungern bestehen. An dem Unvermögen, mit dem Essen angemessen umzugehen und nicht darüber alle Lebensprobleme und -konflikte zu "bewältigen". Von einer Essstörung spricht man, wenn es bei einem bestimmten Essverhalten (Hungern oder Essattacken) nicht um das Essen geht, sondern um einen inneren Druck, Gefühle, Gedanken Probleme und wenn das Thema Essen immer mehr Raum einnimmt und die Gedanken bestimmt und das über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten.

  • Sind Diäten für Kinder sinnvoll?

    Kinder sind noch im Wachstum begriffen und deswegen ganz besonders darauf angewiesen, über die Nahrung mit genügend hochwertigen Nährstoffen versorgt zu werden. Aber es werden auch immer mehr Kinder dicker. Sind vor diesem Hintergrund Diäten für Kinder eine geeignete Mehtode der Gewichtsregulation oder nicht?

    Diäten sind bei Kindern unter 12 Jahren tendenziell nicht das geeignete Mittel ist. Ein Kind diesen Alters muss sehr motiviert sein, damit eine Diät Aussicht auf Erfolg hat. Häufig entwickeln Kinder Frust durch Diäten, weil sie anschließend Gewicht zunehmen. Um aus dem Teufelskreis des Hänselns und des darauf folgenden Frustessens heraus zu kommen, ist eine ambulante Psychotherapie ein geeignetes Mittel. Dabei muss das Selbstwertgefühl gesteigert werden.

  • Gilt der BMI auch für Kinder?

    Kinder haben ganz andere Proportionen als Erwachsene. Kann man bei ihnen trotzdem anhand des BMI beurteilen, ob das Körpergewicht angemessen ist oder nicht?

    Der Body-Mass-Index als Kennzeichen von Übergewicht stellt auch für Kinder eine Orientierungshilfe dar. Allerdings können die Grenzwerte für übergewichtige Erwachsene (BMI ab 25) nicht herangezogen werden. Deshalb gibt es für Kinder und Jugendliche jeden Alters und Geschlechts Referenzwerte, die auf einer Stichprobe von über 34.000 deutschen Kindern und Jugendlichen basieren und mit sog. Perzentilkurven grafisch dargestellt werden.

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