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FAQ

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  • Schwangerschaft

    Was sollte ich in puncto Heilkräuter beachten, wenn ich schwanger bin?

    Es gibt einige Kräuter, die Schwangere unbedingt meiden sollten. Dazu gehören Aloe Vera, Basilikum, Beifuß, Berberitze, Blutwurz, Chinarinde, Frauenmantel, Küchenschelle, Mistel, Rainfarn, Schöllkraut, Salbei, Süßholzwurzel, Anis, Bockshornklee, Chili, Eisenkraut und Zimt. Einige lösen vorzeitige Wehen aus, andere können die Entwicklung des Babys negativ beeinträchtigen.

  • Anwendung

    Was sollte ich beachten, wenn ich Heilkräuter anwenden möchte?

    Das A und O - wie bei allem - ist das nötige Wissen. Die Kräfte der Heilkräuter werden gerne unterschätzt, was durchaus gefährlich werden kann, insbesondere dann, wenn man an toxische Pflanzen gerät. Daher sollte man sich vor der Anwendung gut belesen, insbesondere was die Dosierung der Kräuter betrifft. Auch auf die Herkunft ist genau zu achten, kaufen Sie also z. B. bei vertrauenswürdigen Anbietern wie einer Apotheke oder bei Kräuterkaufhäuser. Kräuter selbst zu sammeln kann unter Umständen gefährlich sein, sie könnten an belasteten Standorten stehen oder man verwechselt sie.

  • Schulmedizin vs. Kräuterheilkunde

    Weshalb ist die Benutzung von Kräutern in der Medizin so in Verruf geraten?

    Durch die Entstehung der Pharmakologie und der Entdeckung heilender pharmakologischer Wirkstoffe im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Nutzung von Kräutern zur Heilung verdrängt und das Wissen um ihre Heilkräfte geriet mehr und mehr in Vergessenheit. Ganz verschwunden ist die Kräuterheilkunde allerdings nie. Unter anderem das National Institute of Medical Herbalists in Großbritannien sorgte dafür, dass die Kräuterkunde überlebte. In den 1960er Jahren kam es zu einem erneuten Aufschwung der Kräuterheilkunde und der komplementären Medizin in den 1980er Jahren.

  • Wirkstoffe

    Welche Inhaltsstoffe sind in Heilkräutern enthalten und was bewirken sie?

    In jeder Pflanze sind mehrere, unterschiedliche Wirkstoffe enthalten. Das Zusammenspiel der einzelnen Inhaltsstoffe führt zu der jeweiligen Wirkung des Gewächses. Ätherische Öle sind in beinahe jedem Kraut vorhanden. Sie können entzündungshemmend wirken, das Abhusten erleichtern, krampflösend oder harntreibend sein sowie Magen, Galle, Darm und die Leber stärken. Alkaloide sind basische Naturstoffe, die ein oder mehrere Stickstoffatome enthalten. Heilpflanzen, die Alkaloide als Hauptwirkstoff beinhalten, eignen sich aufgrund ihrer Toxizität nicht als Tee-Pflanzen. Es würde zu starken Nebenwirkungen kommen. Bitterstoffe in Heilkräutern regen die Magensaftsekretion an und haben eine kräftigende Wirkung. Flavonoide sind für die Farbgebung der Pflanzen verantwortlich und schützen sie vor schädlichen Umwelteinflüssen. Gerbstoffe binden Eiweiße und weisen eine abdichtende und entzündungshemmende Wirkung auf. Sie werden daher zum Beispiel bei Hauterkrankungen und bei Durchfall angewendet. Schleimstoffe enthalten Kohlenhydrate, quellen im Wasser auf und liefern dadurch einen dicken Film. Sie können daher Reizungen mindern.

  • Wirkung

    Kann man mit Kräutern tatsächlich Beschwerden oder Krankheiten heilen?

    Das funktioniert tatsächlich. Jahrhundertelang hatten die Menschen gar keine andere Möglichkeit. Bereits zu den Anfängen der Menschheitsgeschichte spielten Heilkräuter eine große Rolle. Man fand beispielsweise im heutigen Irak ein Grab der Neandertaler, in dem sieben verschiedene Heilkräuter gefunden wurden. Das Grab wurde vor etwa 50 ? 70 Tausend Jahren angelegt. Die Kräuterkunde wurde im Mittelalter vor allem in Klostergärten gepflegt und weiterentwickelt. Die Heilige Hildegard von Bingen hat im 12. Jahrhundert Heilkräfte der Pflanzen bestimmt und angewendet. Die berühmtesten Ärzte der vergangenen Jahrhunderte waren Heilkräuterkundige.

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