Seelische Gesundheit

Gesundheit bedeutet nicht nur körperliche Fitness, sondern auch, dass sich Körper und Seele im Einklang befinden. Wie Sie die Ballance halten können, mit seelischen Problemen umgehen und diese vermeiden, erfahren Sie in dieser Themenwelt.

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FAQ

Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Konflikte in der Arbeitswelt? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.

 
  • Was ist Mobbing?

    Was ist Mobbing und wie unterscheidet es sich von "normalen" Konflikten?

    Konflikte am Arbeitsplatz sind nichts Ungewöhnliches und gehören einfach zum Arbeitsalltag dazu. Bleiben Konflikte aber ungelöst, kann dadurch der Umgang miteinander am Arbeitsplatz stark belastet werden und unter Umständen in Mobbing gipfeln. Von Mobbing spricht man dann, wenn eine Person systematisch über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) schikaniert, benachteiligt oder ausgegrenzt wird.

    Mobbing kann sich darin äußern, dass den betroffenen Personen sinnlose Tätigkeiten aufgetragen, Arbeitsergebnisse unterschlagen oder manipuliert und arbeitsrelevante Informationen vorenthalten werden. Auch unsachliche Kritik und das Anzweifeln der Fähigkeiten eines Mitarbeiters können Mobbing sein. Auf sozialer Ebene werden gemobbte Personen oft isoliert, indem sie wie Luft behandelt werden und in ihrer Gegenwart demonstrativ geschwiegen wird. Häufig werden sie auch beleidigt oder Gerüchte über sie in Umlauf gebracht. Wer keine fachliche und soziale Anerkennung bei der Arbeit erfährt, dafür aber ständig unsachliche Kritik und persönliche Kränkungen erlebt, wird oft ängstlich, nervös, antriebsschwach und dadurch auch weniger leistungsfähig. Anfänglich auftretende stressbedingte Symptome wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Niedergeschlagenheit können in ernsthafte und chronisch verlaufende Krankheiten übergehen (unter anderem Depressionen, Erkrankungen des Magen- und Darmbereichs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen).

  • Was hat es mit "Boreout" auf sich?

    Was bedeutet der Begriff "Boreout" und was hat er mit dem Burnout zu tun?

    Der Begriff Boreout ("to be a bore" = langweilig sein) wurde von den Unternehmensberatern Peter Werder und Philippe Rothlin in ihrem Buch "Diagnose Boreout" geprägt und stellt den Gegensatz zum Burnout dar: Beim Boreout geht es nämlich nicht um Überforderung, sondern um Unterforderung und Langeweile im Job. Dieses sich langweilen im Job kann jedoch, ähnlich wie beim Burnout, ebenfalls zu einer psychischen Belastung und Erschöpfung führen, so die Autoren. Außerdem fühlten sich Menschen, die zu wenig zu tun hätten in ihrem Job, oft schlecht und seien gereizt.

    "Boreout"-gefährdet sind vor allem Menschen, die sich für ihren Beruf nicht wirklich interessieren und die keinen Sinn in ihrer Arbeit sehen. Dabei seien sie jedoch eigentlich nicht faul, so Werder und Rothlin, sondern würden faul gemacht, indem ihnen nur uninteressante und wenig fordernde Aufgaben übertragen werden. Boreout und Burnout treten häufig gemeinsam in einem Team auf, so die Autoren: Einer reißt zum Beispiel voller Eifer alle Arbeit an sich und für die anderen bleiben dann weniger oder nur die langweiligen Aufgaben übrig.

    Achten Sie darauf, sich in Ihrem Job nicht über aber auch nicht unterfordern zu lassen. Wenn Sie sich im Job langweilen, sollten Sie Ihren Vorgesetzten um interessantere, verantwortungsvollere Aufgaben bitten. So sitzen Sie die Zeit im Büro nicht einfach nur ab sondern können mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, etwas geleistet zu haben.

  • Was ist Progressive Muskelentspannung?

    Was kann man sich unter Progressiver Muskelentspannung vorstellen und wofür ist sie gut?

    Bei der Progressiven Muskelentspannung werden bestimmte Muskelgruppen bewusst einige Sekunden angespannt und dann wieder losgelassen. Die Entspannung der Muskeln wird durch den Gegensatz zu der vorherigen Anspannung nun intensiver wahrgenommen. Ziel der Progressiven Muskelentspannung ist es, einen Zustand tiefer Entspannung des Körpers zu erreichen. Die Methode eignet sich daher gut, um Stress oder Unruhe abzubauen und Muskelverspannungen zu lockern. Außerdem lässt sie sich überall anwenden: im Büro, im Zug oder Flugzeug, während einer Rast nach langer Autofahrt oder auch im Bett vor dem Einschlafen (um Schlafstörungen entgegenzuwirken).

  • Was ist Autogenes Training?

    Was ist Autogenes Training eigentlich genau und wie funktioniert es?

    Beim Autogenen Training geht es darum, sich mithilfe von Selbstbeeinflussung (Autosuggestion) in einen Zustand der Entspannung zu versetzen. Die im Liegen oder entspannten Sitzen durchgeführten Übungen bestehen aus kurzen formelhaften Vorstellungen - z. B. "Meine Arme und Beine sind schwer" - , die sich der Übende konzentriert mehrere Male im Geiste vorsagt. Dabei versucht er, sich diese Vorstellungen möglichst intensiv vor sein "inneres" Auge zu führen. Die innere Vorstellung von schweren Armen und Beinen z. B. löst eine Entspannung der Muskeln aus. "Mein Herz schlägt ruhig" ist eine andere mögliche Vorstellung, die den Puls verlangsamen und den Übenden zur Ruhe kommen lassen soll. Mit zunehmendem Training verstärkt sich die Wirkung der Übungen, so dass schon in kurzer Zeit eine tiefe Entspannung zu erreichen ist.

  • Wie kann man einem Burnout vorbeugen?

    Welche Präventionsmaßnahmen zur Vorbeugung eines Burnout-Syndroms gibt es?

    Im Betrieb trägt der Arbeitgeber die "Fürsorgepflicht" gegenüber seinen Mitarbeitern. Diese beinhaltet auch die Pflicht Mobbing im Unternehmen vorzubeugen und ggf. bereits vorhandenes Mobbing im Unternehmen schnell zu stoppen. Dabei kann der Arbeitgeber unter anderem auf folgende Maßnahmen zurück greifen:


    • Fortbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter
    • Schulungen für soziale Kompetenz und kommunikative Strukturen im Team
    • Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsklimas
    • Hilfeangebote für gemobbte Angestellte
    • Personalrat und Betriebsvereinbarungen gegen Mobbing
    • Beratungsangebote bei psychischen Problemen
    • Rasche Versetzung oder Kündigung des Täters
    • Offene Aussprachen
    • Analysieren der Situation
    • Schulungen für Führungskräfte zur Konfliktlösung
    (Quelle: www.mobbing-web.de)


    Damit Beschäftigte Mobbing eigenständig vorbeugen können, ist der richtige Umgang mit Konflikten wichtig. Informationen hierzu erhalten Sie in Konfliktlösungsseminaren oder passender Literatur ("Emotionen am Arbeitsplatz: Teamkonflikte erkennen und lösen" von Franz Will). Ebenso bedeutend ist die Integration in das Team. Außenstehende sind "anfälliger" für Mobbing. Zeigen Sie Engagement und Interesse bei der Teamarbeit und an der Arbeit Ihrer Kollegen.

    Sollte es im Job mal wieder stressig sein, achten Sie darauf, dass Sie den Ärger nicht unwillkürlich an Ihren Kollegen oder zu Hause raus lassen. Regelmäßige Entspannungsübungen können helfen Stress schneller abzubauen und in stressigen Situationen besser reagieren zu können. Passende Kurse finden Sie in unserer Kursdatenbank.

    Sollten Sie bereits gemobbt werden, erhalten Sie in unserem Topartikel "Für gutes Klima sorgen" nähere Informationen im Umgang mit Mobbing.

  • Was ist ein Burnout?

    Was versteht man unter dem Burn Out-Syndrom?

    Der Begriff Burnout ("Ausgebranntsein") bezeichnet eine berufsbezogene psychische, körperliche und soziale Erschöpfung, die über einen längeren Zeitraum andauert. Die Betroffenen fühlen sich meist "leer", "ausgelaugt", von ihrer Arbeit überfordert (bei der sie zuvor oft sehr erfolgreich waren) und finden auch im Urlaub keine Erholung mehr. Zu den psychischen Symptomen gehören auch Erschöpfung, andauernde Müdigkeit, Schlafstörungen, depressive Verstimmung oder aggressive Haltung, Konzentrationsschwierigkeiten und Kontaktvermeidung bis hin zur Gleichgültigkeit gegenüber Menschen (auch gegenüber nahestehenden Personen wie Partner oder Familieangehörigen). Dazu können zahlreiche körperliche Beschwerden wie Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Probleme, sowie Muskelverspannungen auftreten. Besonders betroffen sind Menschen, die sich sehr mit dem Inhalt Ihrer Arbeit identifizieren und in ihrer Arbeit aufgehen. Der Verlauf der Erkrankung kann sich dabei über viele Jahre hinziehen. Wird ein Burnout rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die Heilungschancen sehr gut.

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